WAS WIR HÖRTEN, ALS WIR WURDEN, WER WIR SIND

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Text & Dramaturgie | Theaterstück | P: 18.06.2022 – Theater Freiburg

Es gibt diese Momente, in denen entscheidet sich alles. Meistens merkt man es ihnen nicht an. Lukas zum Beispiel stapft in den 90ern auf Klassenfahrt durchs Watt, auf dem Walkman Nick Cave und in sich die Gewissheit, dass ihn niemand versteht. Doch dann begegnet er seinem Schicksal: Das Schicksal hat schlechte Haut und schöne Augen, heißt Lisa und kommt aus Niedersachsen. Und Lisa! Liebt! Nick! Cave! AUCH! Die entstehende Brieffreundschaft führt Lukas auf ein Konzert und in die Arme einer neuen Frau, sie wird zum Anfang einer anderen Geschichte ... All das wäre ohne Nick Cave nie passiert! Ist sie das – the power of music? Denn obwohl die wirklich entscheidenden Momente oft unscheinbar daherkommen, haben sie doch eines gemeinsam: Diesen einen Song, der einmal alles verändert hat.

Wie lassen sich verschiedene Lebenswege über den Soundtrack erzählen, der sie begleitet hat? WAS WIR HÖRTEN, ALS WIR WURDEN, WER WIR SIND geht in einer Stückentwicklung mit Freiburger:innen dieser Frage nach. Die Gruppe lauscht dem Sound der eigenen Biografien: Wie klangen die Momente des Auf- und Abbrechens? Der Selbstfindung und der Orientierungslosigkeit? Welche Tracks haben die Kraft, eine Gemeinschaft aus uns zu machen und war am Ende vielleicht doch nur der Bossanova schuld an allem?

Presse

"Es ist ohne Zweifel nicht nur eine charmante Idee, sondern auch eine, die jede Zuschauerin, jeden Zuschauer später anregt nachzudenken: Welches Lied hat mich in welcher Lebensphase begleitet und geprägt? Das ist das Gerüst, auf dem der 70-minütige Abend mit sieben Freiburgerinnen und Freiburgern aus mehreren Generationen aufbaut, der jetzt im Werkraum des Stadttheaters Freiburg umjubelte Uraufführung feierte."
(Heidi Ossenberg, Badische Zeitung)

REGIE Inda Buschmann | TEXT+DRAMATURGIE Hannah Schopf | BÜHNE Michael Ottopal | MUSIK Sebastian Flaig | MIT Tarmo Grube, Monika Mara, Peter Rauls, Finn Seeger, Dorothee Wetzel, Uli Winterhager, Sarah Zimmermann
 

© Britt Schilling