SELLING SEX
Drehbuch | Serie | 6x25' | Premiere: 28.06.2026 auf dem Filmfest München
Nelly ist unzufrieden mit ihrem Praktikum in einer Investmentfirma und ihrem Nebenjob als Hostess. Als eine frühere Kollegin sie zu einer Escort-Agentur mitnimmt, ändert sich ihr Leben schlagartig. Zwischen WG-Küche und Luxushotels macht Nelly als Escort sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Kolleginnen und Kunden. Wie weit ist sie bereit zu gehen?
Stream SELLING SEX -> ab 28.08.26 in der ARD Mediathek
Presse
In der ARD-Serie „Selling Sex” erzählen die beiden Creatorinnen Marie C. König und Miriam Dehne vorurteilsfrei und mit Faszination von einem Bereich des Sex Working, der immer noch im gesellschaftlichen Bild eher als verrucht gilt. Wobei Seriendebütantin König und Headautorin Dehne interessante Verbindungslinien zwischen Escort-Arbeit, Dating im gamifizierten App-Zeitalter und dem Kapitalismus an sich aufmachen.
(THE SPOT, 28.06.26)
"Selling Sex" zeigt Sexarbeit durch die Lupe von Selbstbestimmung und Feminismus. Aber was ist mit den dunklen Seiten von Prostitution, etwa Ausbeutung und übergriffige Kunden? Diese Themen streift "Selling Sex" leider nur im Vorbeigehen. Was bleibt, ist ein humorvolles und erfrischend klischeefreies Drama. (NDR, 31.08.26)
Eine Dramedyserie, die weder Sozialreportage noch Anklageschrift sein will: beiläufig erzählt, komisch, stellenweise verstörend. [...] Dabei verklärt „Selling Sex“ die Branche auch nicht komplett. Der Reiz des schnellen Geldes ist ebenso präsent wie die Schwierigkeiten, sich davon wieder zu lösen. Die Serie zeigt Frauen, die Macht erleben und zugleich merken, wie vergänglich ihr Kapital sein kann. [...] Selbstbestimmung, das zeigt die Serie, bleibt auch in dieser Welt an Bedingungen geknüpft: an Alter, Attraktivität, Nachfrage und Geld.
(WELT, 01.09.26)
Gerade deshalb eröffnet „Selling Sex“ auch ganz grundlegende Diskussionen über weibliche Lust und Sex. Kann es wirklich so nebensächlich sein? Oder: Muss es immer kinky sein? Mit dem Bild der schüchternen, unsicheren Frau, die sich selbst und ihre Lust nicht erfahren will, räumt die Serie dabei definitiv auf.
(tz, 24.08.26)
„Selling Sex“ setzt weder plump auf das „Sex Sells“-Prinzip noch biegt diese dreistündige Dramedy dramaturgisch irgendwo falsch ab. Beides ist die Voraussetzung dafür, dass die Autorinnen/Regisseurinnen Miriam Dehne und Marie C. König, die selbst jahrelang als Escort gearbeitet hat, sowie Koautorin Hannah Schopf ihr kluges Konzept bis zum cleveren Ende (eine Art feministische Meta-Lösung!) durchziehen können.
(tittelbach.tv)
Insgesamt entwickelt sich „Selling Sex“ zu einem knallig inszenierten Plädoyer für die selbstbestimmte Sexarbeit und damit zu einem politischen Statement. Bei der Frauen-Union der CDU, die ein Sexkaufverbot fordert und Prostitution für unvereinbar mit der Menschenwürde hält, dürfte die Serie auf wenig Gegenliebe stoßen. (Berliner Zeitung, 28.08.26)